Entwicklungszusammenarbeit

Die Caritas Diözese Bozen-Brixen ist seit ihrer Gründung im Bereich der Sensibilisierungsarbeit u. a. zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit aktiv. Auch youngCaritas liegen entwicklungspolitische Themen am Herzen, vor allem wenn es um Senisibilisierung zu Lebensbedingungen in Ländern des Südens oder Ostens geht.
Kürzlich hat sich die Caritas bzw. youngCaritas an der Veranstaltungsreihe auf Schloss Maretsch zum Thema "Der Reichtum des Südens der Welt" mit einem eigenen Infostand, einer Fotoausstellung und einer Filmpräsentation beteiligt.
Ziel der Veranstaltung war es, den ökologischen, kulturellen und wirtschaftlichen Reichtum des Südens der Welt zum Thema zu machen, die Bevölkerung und vor allem die Jugendlichen über entwicklungspolitische Themen, sowie über Projekte zu informieren. Vom 25. bis zum 30. September wurden von 35 Südtiroler Organisationen eine Reihe von Seminaren, Workshops, Vorträgen mit Fachleuten organisiert und es wurden Infostände der Organisationen, Filmvorführungen, Theater- und Tanzinszenierungen, musikalische Einlagen, Fotoausstellungen, Buchvorstellungen sowie Schulprojekte und -patenschaften vorgestellt. Zum Auftakt am Samstag, 25. September, sprach die indische Umweltschützerin und Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva in einer Abendveranstaltung über nachhaltige Entwicklung, Biodiversität, Biopiraterie und Patentrechte. Für den Abschluss am Donnerstag, 30. September, referierte der Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrates und Globalisierungskritiker Jean Ziegler. Auf seinen Vortrag "Das tägliche Massaker des Hungers" folgte die Vorstellung seines neuesten Buches "Der Hass auf den Westen".
youngCaritas war bei der Veranstaltung immer mit einem Infostand präsent. Zudem beteiligten wir uns am Montag, 27. 09., beim Info-Bazar "Eine Welt für die Schule". Am Dienstag wurde die Fotoausstellung "Ein-blick: Kosovos Jugendliche zeigen ihre Heimat, ihr Leben, ihre Träume" eröffnet, die während der Veranstaltung immer zugänglich war.  Neun Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher Ethnien, Religionen und aus verschiedenen sozialen Verhältnissen zeigen uns mit ihren Fotos Bilder aus dem Kosovo. Die Fotografien erzählen aus dem alltäglichen Leben der Jugendlichen und stellen uns unterschiedliche Gesichter ihrer Heimat vor. Katherina Strobl aus Toblach war als Freiwillige Zivildienerin der Caritas in Prizren im Kosovo im Einsatz, wo sie mehrere Projekte unterstützte. Sie hat die neun Jugendlichen motiviert, beim Fotoprojekt mitzumachen und sie während dieser Zeit begleitet. Ausgestattet mit einer einfachen Einwegkamera haben die Teilnehmer des Projektes über einen Zeitraum von mehreren Monaten ihre Welt fotografiert: Familie, Wohnraum, Freunde, Umgebung, Hobbies oder Traditionen. Jedes Foto erzählt eine einmalige Geschichte und wird mit einem Steckbrief des/der Fotografen/in und einer kurzen Erklärung präsentiert.
Am Mittwoch stand um 11 Uhr die Vorführung des Films "Schulter an Schulter" auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um das Kinderpatenschaftsprojekt in Skopje (Mazedonien), welches 80 Roma-Kindern in den Armenvierteln der Stadt den Schulbesuch, ausreichende Mahlzeiten und Gesundheitsversorgung ermöglicht. Mit dem Film „Schulter an Schulter“ möchten wir nicht nur ein spezielles Projekt vorstellen, sondern vor allem auch Einblick in eine andere Kultur und Lebenswelt geben. Denn: Verständnis entsteht durch kennen lernen und verstehen. In diesem Sinn ist der Film auch ein Beitrag zu mehr gegenseitigem Verständnis und Gemeinschaft im immer bunter werdenden Südtiroler Alltag.
Der Film setzt ein starkes Zeichen gegen Vorurteile und Diskriminierung, die aus Unsicherheit und Angst vor dem Unbekannten entstehen. Der Film bringt die Kultur der Roma direkt zu den SüdtirolerInnen. Unterschiede zu unserem Land werden deutlich, aber auch viele Gemeinsamkeiten mit einem Volk, das in Mazedonien ebenfalls zu einer Minderheit gehört.

Community Development in der Entwicklungszusammenarbeit
Der Ansatz des sog. Community Development stammt aus dem angloamerikanischen Raum und wird besonders in der Entwicklungszusammenarbeit verwendet. Es geht darum, mit den Ressourcen der Menschen zu arbeiten und die Lebenswelten neu zu gestalten. Der Wille und die Bedürfnisse der leistungsberechtigten Menschen sind der Ausgangspunkt für die Arbeit, welche sich auf drei verschiedenen Ebenen abspielen kann:
- Ebene des Individuums
- Gruppenebene
- Ebene des Gemeinwesens

Bei der Gemeinwesenarbeit ist es wichtig, dass Aktivitäten um ein Thema herum organisiert werden, welches nicht nur eine Zielgruppe betrifft. Sie orientiert sich am sozialen Raum und den Interessen und Bedürfnissen der AdressatInnen, die Partizipation sollt aktiviert und gefördert werden.
Die Philosophie sollte nicht die sein, „Ich komme und löse deine Probleme“ sondern, „Wir werden sehen was wir zusammen bewirken können“. Die Entwicklung von Einfühlungsvermögen gegenüber den Menschen und deren Lebensbedingungen ist ein wichtiger Bestandteil der Gemeinwesenarbeit.

Programmüberblick
detailliertes Programm Montag, 27.09.
detailliertes Programm Dienstag, 28.09.
detailliertes Programm Mittwoch, 29.09.

Caritas und Entwicklungszusammenarbeit
 
 

 

Laufen für Kenia!

     
 
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